Sascha's geiler Bildhost
13
Februar
2011

Blog am Sonntag #2

Um von der allgemeinen Meinung abzukommen, die über mich herrschen muss, Im Angesicht der Tatsache, dass ich in einem Menschenkörper stecke: Ich bin und bleibe universell. Das heißt ich muss nicht körperlich an dem Ort sein, an dem einer stirbt, damit ich ihn holen kann. Ich weiß nicht wie ich es menschengerecht beschreiben soll, aber ich bin einfach überall dort wo gestorben wird. Globalisierung kannte ich also schon lange bevor ihr existiert habt.


Ich saß an diesem Tag in einer Autobahnraststätte un genehmigte mir einen Kaffee (und eine Zigarette...obwohl das stinkt). Ich hasse es über die Autobahn zu fahren. Ihr könnt euch vorsttellen warum. An einer Stelle, wo so viele Autos fahren kann verflucht viel passieren. Aber es ließ sich nicht vermeide. Ich hatte Geschäftliches am andern Ende des Landes zu erledigen, denn auch ich muss meinen Lebensunterhalt verdienen. Ich bin schließlich kein Zauberer sondern der Tod.
Es war ein kleines Restaurant im Kantinenstil und am Ende einer sehr langen Schlang viel mir ein junger Mann auf. Er hatte Köpfhörer auf, aus denen lautstark irgendein tiefstimmiger Sänger englische Parolen gröhlte. Ich glaube ihr nennt das Death-Metal. Ich muss bis heute schmunzeln. Er packte sich sein ablett mit einer unmöglichen Menge an essen zu und ich fragte mich ob er das alles alleine essen würde. Er sah nämlich überhaupt nicht danach aus, als wäre er körperlich in der Lage dazu. Zu seinem Essen kam ein großer Becher Kaffee.
Ich fing seineen Blick, als er sich in dem vollen Raum nach einem freien Platz umsah. Er steuerte meinen Tisch und fragte freundlich ob er sich setzen könne. Ich nickte und schwieg, den ich glaube nicht, dass er mich bei der Lautstärke seiner Musik gehört hätte. Er stellte sein Zeug ab und nahm die Kopfhörer von seinen Ohren. Die Autobahn ist voll heute", sagte er und setzte sich.
Wiederum nickte ich nur.
"Und wo wollen Sie hin?", fragte er und begann sich sein Essen gekonnt sauber in den Mund zu schaufeln.
"Noch 200km weiter", antwortete ich knapp und beobachtete meinen Gegenüber beim Essen.
"Oh da komme ich grade her aus der Ecke...Geschäftlich unterwegss?"
"Ja"
"Was arbeiiten Sie?"
"Ich bin Bestatterin", sagte ich wahrheitsgemäß unnd drückte meine fertig gerauchte Zigarette aus.
Der junge Mann nickte wissen und aß weiter. Für die nächsten Minuten schwieg er.
"Und wwo wollen Sie hin?", fragte ich und war selber überraschht über meinen Konversationsversuch.
"Ich besuche Verwandte, ich muss noch ein Weilchen fahren", antwortete er und sah mich kurz an.
Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile, bevor ich weider los musste.
"Verraten sie mir noch Ihren Namen?", rief er mir hinterher als ich aufstand un mit einem Abschiedsgruß gehen wollte.
Ich zögerte. Ich hatte mir immernoch keinen Namen ausgedacht. "Ist doch nicht so wichtig", sagte ich fllüchtig lächelnd.
"Na aber wie soll ich dann im Telefonbuch Ihre NUmmer erstalken?" ER grinste mich gewitzt an.
Verblüfft hob ich die Augenbrauen. Ich wusste nicht was ich sagen sollte, deswegen kramte ich nur kurz in meiner Tasche und schob ihm eine Visitenkarte meines Unternehmens zu.
"Gestorben wird immer", sagte ich, "Melden Sie sich doch einfach" Entgegen meiner Gewohneheiten machte ich ein heiteres Gesicht und winkte noch eiinmal bevor ich ging.
Es ist lange her, dass ich längeren oder engeren Kontakt mit einem menschlichen Wesen hatte. Mit lange meine ich wirklich lange. Es war ungewohnt freundlich auszusehen. Aber leichter als sonsrt, denn ich rechnete nicht damit je wieder von diesem Mann zu hören.
Das irrte zeigte sichh aber erst später.

Das Landschaftsbild meiner weiteren Fahrt war geprägt von Autounfällen, di mal kleiner und mal größer ausfielen, deren Ende jedoch stets das gleiche blieb.
Ich kam mit einem leeren Gefühl an meinem Ziel an. Mein Kopf war wie leer geräumt. Kennt ihr leere Wohnungen in denen keine Möbel stehen? Es hallt meistens wenn man sich darin unterhält. Es ist gruselig dieses Gefühl im eigenen Kopf zu haben. Damit einzuschlafen ist schhwierig, damit nicht schlecht zu träumen unmöglich. Es waren dunkle Bilder, die mich diese Nacht heimsuchten. Tausende Augenpaare, abertausende Stimmen, manche jammernd, manche flehend, andere weinend. Millionen Hände die nach mir griffen, an mir zogen und zerrten. Mich anschrien sie nicht zu holen.
Ich schreckte mit einemkurzen Schrei in meinem Hotelzimmer aus meinem unruhigen Schlaf. Ich starrte an die Decke und wartete dass es aufhörte. Dieses nagende, in mir ziehende Gefühl. Das stetige Klopfen meines neugewonnen, menschlichen Gewissens Ich wartete nicht nur, ich wünschte mir dass es endlich aufhörte.



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